Was ist Kendo?

Eine kurze Beschreibung…

Kendo ist eine japanische Kampfkunst und bedeutet wörtlich übersetzt „Weg des Schwertes“. Die ursprünglich aus der Samurai-Kultur stammende Kampftechnik- und Methode hat sich über die Jahrhunderte weiterentwickelt und zählt heute in Japan wie in Europa zu den klassischen Budo-Disziplinen.

Nuki Do

Zwar ist Kendo mittlerweile auch im institutionalisierten Sportgeschehen fest verankert – es gibt Verbände und Meisterschaften auf regionaler, nationaler und internationaler Ebene und in Japan wird Kendo sogar als Pflichtfach im Schulsport gelehrt – in erster Linie bleibt Kendo jedoch eine hochstilisierte, traditionelle Kunstform mit kriegerischen Wurzeln. Als solche ist sie in unserem Verständnis weitaus mehr als reine körperliche Ertüchtigung, sondern ein Übungsweg zur charakterlichen Bildung und menschlicher Reife.

Was wird genau beim Kendo gemacht und wie kann ich mir ein Training vorstellen?

SUBURI / KIHON: Zu Beginn steht neben dem allgemeinen und spezifischen Aufwärmen meist das Üben von Grundtechniken. Besonderer Wert wird hierbei auf die Körperhaltung, die Koordination und die Handhabung des Shinais (Bambusschwert) gelegt.

KIRIKAESHI / UCHI-KAESHI: Darauf aufbauend folgen üblicherweise Partnerübungen, in denen Schlag- und Kontertechniken in festgelegten Rollen dynamisch ausgeführt werden. Die definierten Trefferzonen - Kopf, Unterarm, Rumpf und Kehlkopf - werden bei allen Partnerübungen durch entsprechende Teile der Kendorüstung natürlich geschützt.

JI-GEIKO / SHIAI-GEIKO: Einen zentralen Platz im Training nimmt das freie Kämpfen ein. Hierbei sind eine klare geistige Einstellung, Entschlossenheit und Intuition ebenso gefordert wie körperliche Gewandtheit und Ausdauer. Jeder Kampf ist geprägt von der besonderen Spannung und Individualität beider Kämpfer.

KATA: Eine weitere Säule des Kendos sind die Katas. Bei der Kata handelt es sich um eine Abfolge festgelegter Bewegungsabläufe, die mit dem Partner ausgeführt wird. Hierbei kommt das Bokuto (Holzschwert) zum Einsatz. Richtige Haltung und Atmung, technische Präzision sowie korrekte Distanz werden in diesem konzentrierten Bewegungsdialog mit dem Partner geübt und geschult.

Das gesamte Training ist eingebettet in eine klare Etikette. Diese bildet das ethisch-moralische Grundgerüst des Kendos und drückt sich in zahlreichen Ritualen, allgemeinen Verhaltensregeln und sämtlichen Umgangsformen untereinander aus.

Seiza

Ein zen-buddhistisches Sprichwort lautet: „Eine Übung ersetzt tausend Worte.“ Ganz in diesem Sinne laden wir Euch herzlich ein, auf ein Probetraining bei uns vorbei zu kommen. Denn erst wenn man selber das Schwert in die Hände nimmt, „begreift“ man, was Kendo ist…